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Storchennest

 

Unser Storchennest an der SOLEWELT in Bad Salzungen befindet sich auf dem Bohrturm vom "Museum am Gradierwerk". Die Kamera zeigt unsere Störche rund um die Uhr.
 

Storchenkamera in Bad Salzungen

Storchen Cam - Storchenkamera in Bad Salzungen

Für eine Vollbild Ansicht klicken Sie auf das Bild. Die Storchenkamera macht alle 3 Minuten ein neues Bild. Sollten Sie kein aktuelles Bild sehen bitte die Seite neu laden. (Tastaturkürzel Windows oder Linux - F5 Taste; Mac OS-CMD+R)

Technische Störungen können Sie an storchenkamera@solewelt.de melden.

 

Wir möchten auch dieses Jahr wieder ein Tagebuch zu den Störchen führen. Sie sind eingeladen mitzumachen. Sollten Sie etwas Interessantes sehen, schicken Sie das Bild und einen Kommentar an die E-Mail Adresse

storchenkamera@solewelt.de.

Ihre Einträge werden wir dann hier im Tagebuch veröffentlichen. Wenn Sie wünschen, veröffentlichen wir Ihren Namen mit Ihrem Eintrag.

 

Tagebuch zum Storchennest

2017: 

Durch die anfänglich schlechte Wetterlage hat nur eins der Küken überlebt. Dafür wächst und gedeiht es jetzt prächtig. Es wurde am 29. Mai mit einem Ring der Vogelwarte Hiddensee gekennzeichnet.

 

Rückblick: 

Am Samstag, 25. Februar 2017 kam der erste Storch zurück. Drei Tage später folgte die Storchen-Dame. Der Storch ist wieder der vorjährige mit dem Ring HE 929. Die Störchin ist wieder unberingt. Legebeginn war am 22. März. Sechs Eier waren im Nest. Derzeit sind schon zwei Küken geschlüpft. Das Erste kam am 24. und das Zweite am 25. April 2017. 

 

 

 

2016: Am 29. Februar kam der beringte Storch in die Region. Am 1. März hatte er es sich im Nest auf dem Bohrturm gemütlich gemacht und wartete auf die holde Weiblichkeit. 

Seit Montag, dem 14. März 2016,  hat der Salzunger Storchenmann eine Partnerin. Ob es die vorjährige Störchin ist, wird vermutet, kann aber nicht mit Sicherheit gesagt werden, da das Weibchen wie im Vorjahr auch in der beginnenden neuen Storchensaison keinen Kennring einer Vogelwarte trägt. Der Storchenmann wurde im Juni 2012 in Breitungen in dem Nest auf dem 30 m hohen Schornstein im Gesundheitszentrum vom Barchfelder Storchenspezialist Klaus Schmidt mit dem Hiddensee-Ring „HE 929“ gekennzeichnet. Im Alter von nun vier Jahren ist er das zweite Mal in Bad Salzungen an der Brut beteiligt. Der Storch war in diesem Jahr bereits zeitig am 1. März auf dem Bohrturm erschienen und wartete dort zwei Wochen auf seine Partnerin. Da es gleich am ersten Tag zu mehreren Paarungen kam, ist anzunehmen, dass sich die beiden Störche gut verstehen. Am 24. März gab es am Gradierturm in Bad Salzungen blutige Horstkämpfe mit fremden Störchen. Dabei wurde der hiesige Storchenmann so stark verletzt, dass ein großer Blutfleck am linken Flügel noch tagelang zu sehen war.

(Quelle: Klaus Schmidt) 

Am 14. April wurde das erste Ei gelegt. Das zweite kam am 17., das dritte am 19. und das vierte Ei am 21. April hinzu.

Brutergebnisse der letzten Jahre

2015: Seit dem 18. März ist ein beringtes Storchenmännchen mit dem Ring Hiddensee HE929 in Bad Salzungen auf dem Gradierturm ansässig. Vorher war es Anfang März auf einem Nest in Breitungen, wurde dort aber nach der Rückkehr des vorjährigen Horstbesitzers vertrieben. In Bad Salzungen fand er nach einigen Tagen ein unberingtes Weibchen, dessen Alter und Herkunft unbekannt sind. Der Storchenmann wurde 2012 in Breitungen als Nestling beringt und ist demzufolge jetzt 3 Jahre alt. Bei dem nasskalten Wetter kam bisher keine echte Brutstimmung auf.

Das Storchenpaar hat am Ostermontag (6. April) mit dem Legen der Eier begonnen. In der Regel wird jeden zweiten Tag ein Ei gelegt, bis das Gelege vollzählig ist. Vollgelege haben meist 3 bis 5 Eier. Da vom 1. Ei an gebrütet wird, schlüpfen die Küken auch nach einander entsprechend dem Legetermin.

Das erste Küken schlüpfte nach 33 Tagen am 9. Mai und am 10. Mai folgt das zweite Küken. Zwei Eier sind unbefruchtet. Beide Altstörche umsorgen abwechselnd ihre beiden Jungen.  Am 8. Juni wurden vom ehrenamtlichen Beringer Klaus Schmidt die zwei Jungvögel beringt, viel Plastemüll aus dem Horst entfernt und ein Strohpolster eingebracht.

 

2014: Mitte März wurde das Nest auf dem Gradierturm wieder von zwei Störchen besetzt. Am 12. März paarten sich die Störche mehrfach. Das Weibchen war beringt und stammte aus Süddeutschland. Das Männchen ist ohne Ring. Ende März waren nur noch zwei unberingte Störche da. Es fand ein gewaltsamer Horstkampf statt, dem der Ringstorch unterlag. Das Gefieder des Storchenmannes war am rechten Flügel und im Nacken mit Blut beschmiert. Seit 27. März ist nun ein unberingtes Weibchen im Nest. Am 10. Mai war ein Storchenküken geschlüpft. Das Kücken lebte leider nur bis Anfang Juni und wurde zusammen mit einem unbefruchteten Ei am 2. Juni dem Nest entnommen. 

 

2013:  Die Ankunft des Storchenpaares auf dem alten Bohrturm des Gradierwerkes war in diesem Jahr am 10. März. Das Weibchen trug einen Ring der Vogelwarte Hiddensee (DEH H9456). Die Anschrift des Storchenringes wurde noch am 5.März 2013 in Frankreich auf dem Heimflug von einem Ornithologen abgelesen. Dieser Fund bestätigte, dass das Weibchen ein sogenannter Westzieher ist, der in Spanien überwintert. Den Ring hatte es 2009 als noch nicht flugfähiger Jungstorch in Ernstroda/ Landkreis Gotha, jenseits des Thüringer Waldes, erhalten. Bereits das dritte Jahr brütete das Weibchen in Bad Salzungen. Das dazugehörige Männchen ist unberingt.

Weißstörche legen während der Legephase meist alle zwei Tage ein Ei.  Das erste Ei lag am 25. März im Nest. Das zweite Ei befand sich aus ungeklärten Umständen am Nestrand und war dann verschwunden. Erst am 1. April folgten das nächste Ei und dann noch ein weiteres. Das Dreiergelege wurde über einen Monat trotz Schnee, Dauerfrost und eisigen Ostwinden erfolgreich bebrütet. Da die Jungstörche entsprechend dem Legedatum schlüpften, bestanden deutliche Altersunterschiede. Dadurch haben die Jüngsten bei den Fütterungen meist das Nachsehen. So verendete der kleinste Jungstorch am 10. Mai. Infolge der langandauernden Regenperiode, verbunden mit jahreszeitlich viel zu niedrigen Temperaturen, starb Ende Mai ein weiterer Jungvogel. Als dann Anfang Juni das Storchenweibchen aus unbekannten Gründen nicht zum Nest zurückkehrte, wurde es problematisch mit der Storchenaufzucht. Der alleinstehende Storchenvater versorgte seinen Zögling zwar mit Futter, jedoch konnte er ihn nicht ausreichend bewachen. So war der Jungstorch oft allein. Diesen Umstand nutzten Fremdstörche mehrfach aus, um im Nest zu landen und den hilflosen Jungstorch zu attackieren. Mehrfach wurde der verängstigte Nestling in den letzten Tagen stark im Nackenbereich und an den Flügeln verletzt. Über die Nestkamera waren deutlich die Blutspuren der Angriffe sowie der geschädigte rechte Flügel zu sehen. Da weitere Hackattacken zu befürchten waren, wurde der verletzte Jungstorch von Klaus Schmidt mit Hilfe der Salzunger Feuerwehr am 12. Juni ausgehorstet und von der Unteren Naturschutzbehörde, der Vogelschutzwarte Seebach zur weiteren Pflege übergeben.

Der Jungstorch wurde auf den Menschen geprägt. Die Auswilderung wurde dadurch problematisch und gestaltete sich schwierig. Bereits nach wenigen Tagen wurde der endkräftigte Jungstorch wieder zur Vogelschutzwarte gebracht. Bei der zweiten Auswilderung flog der Jungstorch in westliche Richtung davon und wurde letztmalig 100 km westlich des Freilassungsortes gesichtet. Es wird vermutet, dass der Pflegling den Wegflug und den Winter überlebt hat.

 

2012:  Das  Gelege wird bei Horstkämpfen mit Fremdstörchen zerstört. Aus einem Nachgelege schlüpfte ein Jungstorch, der jedoch nach drei Wochen verendete.

 

2011:  Im Frühjahr wird im Auftrag der Stadt Bad Salzungen eine Stahlkonstruktion als neue Nestunterlage auf dem Bohrturm errichtet und die Kamera instaliert. Das Nest wird angenommen und üppig ausgebaut. Zwei Jungstörche wurden flügge.

 

Tradition in Bad Salzungen

 

Die Stadt Bad Salzungen hat eine lange Tradition als Storchenbrutort. Belegte Horststandorte gab es in früheren Zeiten auf mehreren Gebäuden in der Stadt. Um 1990 ließ die Kurverwaltung eine Horstunterlage auf dem Bohrturm der Gradieranlagen errichten. 1999 gab es eine erfolgreiche Brut mit zwei flüggen Jungstörchen. Eines dieser Storchenjungen siedelte sich im Nordharzvorland bei Halberstadt an und brütet dort regelmäßig (145 km nördlich von Bad Salzungen).

 

Quelle: Klaus Schmidt