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Sole-Heilbad
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Historie

 

Schon vor 2.500 Jahren haben keltische Stämme Solequellen genutzt, die sie anhand bestimmter Gräser erkannten. Nach Ansicht der Kelten wohnte den Quellen eine besondere Kraft inne. 

 

Salz – das weiße Gold

Warum war Salz so wichtig?

Der Salz-Handel war lange Zeit der Handelsbereich mit höchster wirtschaftlicher Bedeutung. Salz diente zum Konservieren und Würzen von Lebensmitteln und als Zahlungsmittel.

775 überschrieb Karl der Große den Zehnten des Ertrages des Saline-Ortes Salzungen dem Kloster zu Hersfeld. In der Urkunde, die das bezeugt, wird bereits von Siedepfannen und brennenden Holzstößen gesprochen. In Siedepfannen, sogenannten Nappen, wurde Quellsole erhitzt. So verdunstete der Wasseranteil nach und nach und Siedesalz blieb übrig.

Beim Sieden wurde sehr viel Holz verbraucht. Als das Holz knapper wurde, kamen die Flößer ins Spiel. Sie brachten Holz über die Werra zum "Flößrasen". Hier wurde es gestapelt und getrocknet.

Wozu brauchte man später Gradierhäuser? 

Im Laufe der Zeit wurde der enorme Holzverbrauch zunehmend zum Problem. Die Wälder um Salzungen verschwanden. Holz wurde teuer. Neue Wege zur Salzgewinnung wurden gesucht. 

Das „Strohgießen“ wurde eingeführt.

Vorteil: Der Siedeertrag wurde erheblich gesteigert und das Problem des steigenden Holzverbrauchs war gelöst. 

Ab 1590 wurden Gradierhäuser (anfangs Kunsthäuser genannt) errichtet. Hier rieselte Sole über das Stroh an den Gradierwänden herab. Dadurch verdunsteten Wasseranteile der Sole, so dass die Sole immer salziger wurde. Die Sole wurde in Wannen unter der Gradierwand aufgefangen und der Vorgang wurde wiederholt. Stroh war nicht lange haltbar. Deshalb testete man verschiedene Materialien wie Birkenreisig, Wacholdersträucher, Schilf und Rohr. Es stellte sich heraus, dass sich Schwarz- und Weißdornreisig am besten eignet. 

Gradierwerk heute

Mit großen Anstrengungen ist es gelungen, das Gradierwerk zu weiten Teilen mit Originalholz zu erhalten. Das Gradierwerk Bad Salzungen besteht heute aus dem Wandelgang mit Ost und Westwand, den Rauminhalationen und den Brunnen.